Homöopathie - Dr. med. Edeltraud Kühle

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Homöopathie

Während die Schulmedizin Erkrankungen eher isoliert, für sich und direkt zu beheben sucht (z. B. Infektionen durch Antibiotika, Migräne durch Schmerzmittel, Asthma und Rheuma durch, unter anderem, Kortison ), ist es das Ziel der Homöopathie, den Menschen als Ganzes in die Lage zu versetzen, sich selbst zu helfen und seine Lebenskraft dauerhaft zu stärken, seelisch und körperlich.

Hierzu werden Substanzen angeboten, gegen Erkrankungen, die sie, umgekehrt, bei Gesunden hervorrufen können! Zumindest wenn sie unverdünnt und/oder über einen längeren Zeitraum eingenommen würden (so ist die Brechnuss in extremer Verdünnung ein oft gut wirksames Mittel gegen Übelkeit und Kopfschmerzen, z. B. beim Kater nach einer Feier, während sie unverdünnt genau diese Beschwerden hervorruft, ja sogar sehr giftig ist). 
Die Substanzen werden aus Tieren, Pflanzen, Mineralien sowie menschlichem Gewebe gewonnen und enthalten ab einer bestimmten Verdünnung überhaupt keine entsprechende Materie mehr, sondern nur noch Informationen, die es dem Körper ermöglichen, seine beträchtlichen Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Im günstigsten Falle treten dann z. B. ständig wiederkehrende Erkrankungen gar nicht mehr auf. 

Auf den ersten Blick ist das nur schwer zu verstehen. Stellen Sie sich vor, daß Sie ein Buch kaufen, um etwa Englisch zu lernen. Dieses Buch besteht aus Zellulose und Druckerschwärze und ein bestimmtes Gewicht. Die Druckerschwärze ist immer wieder in einer Kombination aus 26 Buchstaben des Alphabets angeordnet. Dieses Buch hat seine Wirkung durch die Information. Wenn Sie dieses Buch sich auf den PC herunterladen, haben Sie noch nicht einmal ein Buch. Ihr Computer ist noch nicht einmal schwerer geworden. Dennoch werden Sie Englisch lernen können und werden später weder das Buch noch  Ihren Computer dazu gebrauchen.
Sie kaufen sich nun statt dieses einen Buches einhundert Stück oder laden es 100 mal auf Ihren PC.
Sie werden weder mehr lernen, noch werden Sie überhaupt etwas lernen, wenn Sie sich nicht mit der Information beschäftigen, die Ihnen die Buchstaben vermitteln.

Die eigene Haltung gegenüber der Homöopathie ist für den Behandlungserfolg unwichtig, wie Heilungen an Säuglingen und Tieren zeigen, die ja nicht wissen, daß sie durch Verabreichung einiger Kügelchen oder Tropfen nun behandelt werden.
Um rasch und erfolgreich Beschwerden zu lindern, muß das für den jeweiligen Menschen und die jeweilige Situation am besten passende Mittel gesucht werden. Hierin liegt die große Schwierigkeit - und ein Grund für Misserfolge.
Nehmen Sie noch einmal das Beispiel des Buches. Wenn Sie ein Buch für Spanisch nehmen, was ebenfalls aus Zellulose, Druckerschwärze und den 26 Buchstaben bestehen, werden Sie kein Englisch lernen, auch nicht wenn Sie davon 100 Bücher kaufen!

Schulmedizinisch ist die zumindest vorübergehende Linderung der Symptome von z. B. Kopfschmerzen oft möglich, ohne Genaueres über ihre jeweilige Art, Ausprägung, Häufigkeit, Ursachen etc. zu wissen.Verschiedene Patienten bekommen dasselbe Mittel, sie brauchen nicht viel Zeit zu investieren, und der Fall ist vorerst gelöst. 

Insbesondere bei anhaltenden Beschwerden und chronischen Erkrankungen wie z. B. Asthma, Rheuma, Neurodermitis, Verdauungsstörungen, seelischen Beschwerden usw. sind diese Ergebnisse aber oft unzureichend. Darüber hinaus haben viele Medikamente teilweise starke Nebenwirkungen, vor allem, wenn sie über lange Zeit und in großer Menge eingenommen werden, was bei chronischen Krankheiten nötig ist.
Um Missverständnissen vorzubeugen, muß an dieser Stelle davor gewarnt werden, die gewohnten Medikamente unkritisch abzusetzen und auf sofortige Erfolge der Naturmedizin zu hoffen. 

Es ist durchaus sinnvoll, eine Kombination der verschiedenen Behandlungsweisen anzuwenden. Wenn sich im Verlauf das Befinden bessert, daß auf das eine oder andere Medikament reduziert oder verzichtet werden kann (nur nach Rücksprache mit dem Arzt!), ist dies schon ein großer Erfolg.

In der Homöopathie kann es vorkommen, daß Menschen mit gleichen Beschwerden völlig verschiedene Mittel benötigen, die eben jeweils ganz persönlich passen, andererseits kann bei Menschen mit verschiedenen Beschwerden das gleiche Mittel Linderung bringen. Denken Sie an das Beispiel mit dem Buch. Wenn Sie beispielsweise Englisch lernen wollen, kann ein Buch ausreichend sein. Vielleicht können Sie aber besser mit einem anderen Buch lernen als Ihr Nachbar.
Deshalb ist auch in der Homöopathie vor laienhafter und unkontrollierter Selbstbehandlung, vor allem bei langen Einnahmezeiträumen, dringend zu warnen.

Voraussetzung für das Aufspüren des passenden homöopathischen Mittels ist das Vorhandensein richtungweisender Informationen über die jeweiligen Beschwerden, wobei oft auch Angaben benötigt werden, die mit dem aktuellen Problem in keiner erkennbaren Beziehung stehen oder zumindest ungewohnt genau erfragt werden.
Aus diesen Angaben wird ein Muster erstellt und mit den Mustern der zahlreichen homöopathischen Mittel verglichen. Je besser das gewählte Mittel passt, um so besser ist seine Wirkung. 
Bei akuten (plötzlichen) Krankheiten kann man in kurzer Zeit Linderung spüren, während bei chronischen (viele Jahre) Krankheiten sich erster Behandlungserfolg in der Regel länger hinzieht (mindestens Tage bis Wochen) und bis zur größtmöglichen Heilung manchmal Monate bis Jahre vergehen können. 
In der Regel ist aber Geduld vonnöten, zumindest bei chronischen Erkrankungen, wo der Behandlungsverlauf etwa alle 5 – 6 Wochen kontrolliert und dann eventuell die Behandlung geändert wird. 

Die Therapie ist um so erfolgreicher, je präziser die Angaben gemacht werden können, und je konsequenter Rückmeldungen erfolgen, z. B. bei fehlendem Ansprechen auf das zuerst gewählte Mittel (Tipp: Notizen machen!).
Angesichts der großen Menge homöopathischer Mittel ist es nicht selten, daß erst im weiteren Verlauf das am besten passende Mittel gefunden wird.

Gelegentlich kann bei Beginn einer homöopathischen Behandlung eine sogenannte Erstverschlimmerung auftreten, wobei die Beschwerden über kurze Zeit (bei chronischen Beschwerden meist nur einige Tage ) verstärkt empfunden werden.
Dies ist ein gutes Zeichen, es bedeutet, daß die Selbstheilungskräfte stärker werden und beginnen, sich der Ursache des Leidens zu entledigen. 
Nicht selten tauchen deshalb im Zuge der Heilung Beschwerden aus der Vergangenheit vorübergehend wieder auf, vor allem an Haut und Gelenken. Auch dies ist ein gutes Zeichen.
Generell verläuft Heilung oft nicht gradlinig, sondern in Wellen, mit Auf und Ab. Daher sollte dieses „Schwingen" nicht vorschnell durch erneute Mitteleinnahme gestört werden, sondern immer erst eine Absprache erfolgen (bei chronischen Krankheiten etwa alle 5 – 6 Wochen).
Ruhe, Geduld, Disziplin und präzise Rückmeldung sind absolut unerlässlich für eine erfolgreiche Behandlung!

Homöopathika sind empfindlich gegenüber ätherischen Stoffen wie Kampfer, Pfefferminze, Menthol, Eukalyptus usw., wie sie in Bonbons und Kaugummis, aber auch in Hustensalben, Heilölen, Duftkerzen oder Ähnlichem vorhanden sind. Aus diesem Grund werden auch entsprechend freie Zahncremes angeboten. Ätherische Substanzen können wie ein Radiergummi wirken. Denken Sie an das Buch: wenn Sie die Buchstaben ausradiert haben, werden Sie nicht mehr lesen können.

Für den Behandlungserfolg (bei welcher Therapie auch immer) sollten natürlich die gesundheitlichen Grundregeln befolgt werden: ausreichend Bewegung an frischer Luft, guter Schlaf, gesunde Ernährung, Trinkmenge von 1 - 2 Litern, sofern keine schwere Herzerkrankung besteht, und möglichst Vermeiden von seelischer und körperlicher Überlastung, sowie von (Genuß)giften - Tabak, Alkohol, Kaffee, Fett, Zucker  usw. Jeder übertriebene Gebrauch von Genussmitteln wie Kaffee, Tabak, Zucker, Alkohol usw. macht eine Heilung fast unmöglich.

Die Kosten der homöopathischen Behandlung werden bislang nicht von allen  gesetzlichen Krankenkassen übernommen 
(Tipp: www.welt-der-homoeopathie.de - weiter unter: Kosten und Erstattung, ggfls. vorher abklären). 
Sie belaufen sich daher für solche Patienten auf zur Zeit auf 120 € für das Erstgespräch mit Auswertung (60 Minuten). 
Kurze Rückmeldungen, die meist für die weitere Behandlung ausreichen, kosten nur wenig.
Sollte ein längeres Folgegespräch nötig sein (meist erst nach mehreren Wochen/Monaten), bei schwierigen Fällen, sowie Änderungen der Lebensumstände oder neuen Beschwerden, so belaufen sich die Kosten dafür auf zwischen 20 und 60 € je nach Zeitaufwand.
„Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, Kranke zu heilen" 
Samuel Hahnemann - der Gründer der Homöopathie 1755-1843 

Geschichte der Homöopathie

Homöopathie ist ein wissenschaftliches Heilsystem, in dem das ganze System selbst unterstützt wird, um zu heilen. Die Symptome einer Krankheit werden als Ausdruck der Disharmonie innerhalb des Patienten angesehen. Die Medikamente oder Heilmittel, die die Kraft der Heilung haben, wirken durch die Stimulierung der körpereigenen natürlichen Lebenskraft. 
Obwohl die Homöopathie seit zwei Jahrhunderten in seiner jetzigen Form praktiziert wird, kann die zugrunde liegende Philosophie der Medizin viel weiter bis zu den alten Griechen zurückverfolgt werden. 
Der große Meister Hippokrates, selbst griechischer Arzt schrieb, dass es zwei Methoden der Heilung gibt: „Gegensatz-“ und „Ähnlichkeitsgesetz". 

Samuel Hahnemann

Aber es war der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755 - 1843), der als erster die Bedeutung der Homöopathie, wie sie heute bekannt ist, erkannte und entwickelte. In einem Selbstversuch mit Chinarinde (oder Chinin), die als Heilmittel zur Malaria verwendet wurde hatte er festgestellt, dass in einem gesunden Zustand, das Medikament eine pathologische Wirkung ähnlich mit den Symptomen einem Wechselfieber entwickelt. 
Hahnemann verfolgte in seiner Arbeit diese Idee weiter und untersuchte viele Substanzen und fand seine Feststellungen bestätigt. Später entdeckte er, dass je kleiner die Dosis der Medizin, die gegeben wurde, desto effektiver wurde die Wirkung.
So hatte er das Ähnlichkeitsgesetz wieder entdeckt und das System der Homöopathie wurde bekannt.
Hahnemann glaubte, der ideale Weg, um Heilung zu erreichen sei eine sanfte, dauerhafte und zuverlässige Wiederherstellung der Gesundheit in der kürzester Zeit.
Trotz vieler Widerstände gegen seine Ideen, veröffentlichte er seine Erkenntnisse 1810 in dem „Organon der rationellen Heilkunde". 
Weitere überarbeitete Auflagen folgten, unter dem neuen Titel „Organon der Heilung“ und „Organon der Heilkunst". 
Seine Einsicht in die Gesetze der Heilung haben ihn zu einem der größten Ärzte in der medizinischen Geschichte seiner Zeit gemacht. 

Homöopathie ist, wie bei jeder anderen ganzheitlichen Disziplin, nicht nur zur Behandlung von Krankheiten, sondern den „ganzen Menschen" betreffenden besonders geeignet, weil man die Symptome in ihrer Gesamtheit sieht. 
Homöopathie ist eine auf Erfahrung basierte Wissenschaft mit dem Ziel der Heilung, wenn man sich an einen strengen Verhaltenskodex und den Prinzipien beruft.

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