Geschichten - Dr. med. Edeltraud Kühle

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Eine Weisheit der Dakota Indianer sagt:

„Wenn Du entdeckst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab."

Doch in unserer modernen Berufswelt und in der Politik versuchen wir oft andere Strategien, nach denen wir in dieser Situation handeln:

Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
Wir wechseln den Reiter.
Wir sagen: „So haben wir das Pferd immer geritten."
Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
Wir besuchen andere Orte, um zusehen, wie man tote Pferde reitet.
Wir erhöhen die Qualitätsstandards für einen Beritt toter Pferde.
Wir bilden eine Task Force, um tote Pferde wiederzubeleben.
Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
Wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.
Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ei Pferd tot ist.
Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen, damit sie schneller werden.
Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, daß man es nicht noch schlagen könnte."
Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen läßt.
Wir erklären, daß unser Pferd „besser, schneller und billiger" tot ist.
Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde.
Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
Wir erklären, daß der Reiter unfähig ist.
Wir vergrößern den Verantwortungsbereich für tote Pferde.
Wir entwickeln ein Motivationsprogramm für tote Pferde.
Wir erstellen eine Präsentation in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde.
Wir strukturieren um, damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.
Wir versuchen Synergien zu nutzen und setzen tote Reiter auf tote Pferde.
Wir schlagen auf lebende Pferde solange ein, bis auch die tot sind.
Wer sagt, daß man tote Pferde nicht reiten kann?
Wir lassen das Pferd schnellstens zertifizieren.
Wir frieren das Pferd ein und warten auf eine neue Technik.
Wir stellen das tote Pferd in den Stall bei jemand anderen und behaupten, es sei seins.
Wir sourcen das Pferd aus.
Wir erhöhen die Pferdesteuer, damit sich auch tote Pferde für den Unterhalt rechnen und das Arbeitsplätze erhält.
Wir führen eine Kopfsteuer ein, damit man  tote Pferde auch behandeln kann.
Wir führen eine Abwrackprämie nach Erhöhung der Kopfpauschale für tote Pferde ein und beleben so den Markt.
Wir sorgen für einen tierarztzentrierten Vertrag und verteilen die Kosten für tote Pferde um.
Wir verdoppeln das Einkommen des Hufschmieds, damit er bessere Hufe für tote Pferde macht.
Wir gründen Heime für tote Pferde und erklären, daß sie mit neuen Hüften besser laufen können.
Wir bilden Pferdekardiologen aus, die neue Schrittmacher einbauen.
Wir geben toten Pferden eine modernere Therapie und setzen dabei auf Untersuchungsergebnisse, die beweisen, daß das funktioniert.
Wenn alle Kosten so angestiegen sind, die für tote Pferde ausgegeben wurden, erklären wir, daß wir sparen müssen.
Nachdem die Kosten wieder explodieren, weil einige Pferdebesitzer ihre toten Pferde abgeschafft haben, richten wir einen Ausschuß ein, der die Kosten umverteilt, damit nicht auffällt, wer wirklich an toten Pferden verdient.


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